HÖREX: Rückblick auf den EUHA-Kongress

Kurz notiertMartina Ostermeier

Künstliche Intelligenz, Sensorik und Akkutechnologie sind nach wie vor die großen Themen bei den Hörgeräteherstellern. Das ist das Fazit, das Gerd Müller, Hörakustikermeister und Mitglied im Vorstand der HÖREX, vom EUHA-Kongress mit nach Hause nimmt. Der weltweit bedeutendste Fachkongress der Branche fand im Oktober in Nürnberg satt.

Ladeschale mit Hörgeräten, daneben iPhone

Kabelloses Aufladen in der Ladeschale; nahtlose Verbindung über Bluetooth mit Apple- bzw. Android-Endgeräten (Bild: Starkey Laboratories (Germany) GmbH)

„Die Akkutechnologie wird immer besser und für Menschen mit Hörgeräten ist sie sehr komfortabel, da sie keine Batterien mehr tauschen müssen“, so Gerd Müller. „Kein Wunder, dass die Hersteller inzwischen fast durchweg Akku-Lösungen anbieten.“

Sensorik weiter im Kommen

Im vergangenen Jahr stellte das US-amerikanische Unternehmen Starkey Hearing Technologies das erste Hörgerät vor, bei dem Sensoren – in Verbindung mit künstlicher Intelligenz – in der Lage sind, körperliche Aktivität und mentale Fitness zu messen sowie einen Sturzalarm auszulösen. Diese Features kommen seit Herbst dieses Jahres auch bei den Spitzenmodellen der neuen Hörgeräte unter der Marke TELEFUNKEN zum Einsatz, die es exklusiv bei den bundesweit mehr als 500 HÖREXperten gibt. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass andere Hersteller in puncto Sensorik nachziehen werden“, so Gerd Müller. In der Kombination mit Features wie Musikstreaming mittels Bluetooth-Technologie, Sprache-zu-Text-Funktion, Sprachübersetzung und Ähnlichem entwickeln sich Hörgeräte damit immer mehr vom reinen Medizinprodukt zum multifunktionalen Healthable/Gesundheits-System. „Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise uns noch führen wird“, so Gerd Müller.